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Teil 4: Dein Zeichen-Stil – Einer oder alle

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Wenn ihr euch schon etwas mit dem Zeichnen an sich beschäftigt habt, dann werdet ihr festgestellt haben, dass quasi unendlich viele Zeichenstile existieren. Jeder Stil für sich ist spannend und ist es auch wert ausprobiert zu werden. Besonders als Anfänger ist es für euch der einzige Weg herauszufinden, welcher Stil wirklich zu euch passt. Dieser wird jedoch auch oft mit euren anderen Vorlieben einher gehen und ihr werdet schnell feststellen, was euch gefällt. In meinem Fall habe ich mir zwar schon einige Liebling-Zeichenstile zugelegt, probiere aber immer wieder neue aus. Dadurch lernt man auch, sich jeden Zeichenstil schnell anzueignen.

Eine Skizze ist auch ein Stil

Auch hier fängt man normalerweise jedes Bild mit einer Skizze an. Jedoch kann natürlich auch jede Skizze für sich schon ein Bild für sich sein. So machen es durchaus einige Künstler und verwenden einen skizzenhaften Stil, um komplette Bilder zu zeichnen. Das hat natürlich schon seinen Reiz, da dieser Stil einem viele Freiheiten lässt. Man ist nicht an klare Linien oder eine feine Schattierung gebunden, sondern kann einfach loslegen und Zeichnen. Es muss einfach nicht perfekt aussehen, sondern natürlich. Als Zeichenwerkzeuge kommen hier dann meist Bleistifte, Fineliner oder Tusche zum Einsatz.

Schwarzweiß Bilder mit detaillierten Schattierungen

Einige Künstler konzentrieren sich auf Schwarzweiß-Bilder mit sehr detaillierten Schattierungen. Dazu gehören z.B. Bleistift- oder Kohle-Zeichnungen mit einem sehr höheren Detaillierungsgrad. Diese Zeichenstile werden besonders gerne bei Portraits oder Körperstudien angewendet. Sie können natürlich aber auch dazu verwendet werden, um Zeichnungen jeder Art zu erstellen. Vergleicht man es mit der Fotografie, so ist es hier die Aufnahme eurer Ideen in einem Schwarzweiß-Foto. Die typischen Zeichenwerkzeuge für diesen Stil sind Bleistifte, Graphit oder Kohle.

Schwarzweiß Bilder mit hohem Kontrast

Ein anderer Zeichenstil sind Schwarzweiß-Bilder mit einem sehr hohen Kontrast. Typischerweise zählen dazu Comic-ähnliche Zeichnungen, die jedoch realistischer gezeichnet sind. Auf diese Weise kann man durch schwarze Striche ein Bild rein durch die Umrandungen zeichnen oder auch die Schattierungen durch die schwarten Striche vornehmen. Durch die Dicke der Striche kann man dabei einen Schatten-Effekt erzeugen. Als Zeichenwerkzeuge wird hierbei alles verwendet, was einen klaren schwarzen Strich erzeugen kann. Dazu gehört z.B. die Tusche, Fineliner oder schwarze Copics.

Das Papier und das Farbenspiel

Natürlich kennt jeder von euch bereits aus dem Kindergarten Buntstifte und auch die Möglichkeit damit schöne Bilder auf das Papier zu bringen. Jeder hat aber auch schon Wasserfarben genutzt, um damit ein Bild zu zeichnen. Nun, diese Zeichenwerkzeuge und dazu noch Aquarelle-Farben, Filzstifte oder Marker sind sehr gut geeignet, um wunderschöne Bilder auf das Papier zu zaubern. Den Stil könnt ihr dabei frei wählen, denn sobald Farbe ins Spiel kommt, stehen euch alle künstlerischen Stilarten offen und davon gibt es echt viele. Lasst eurer Phantasie also freien Lauf und verwendet unterschiedliche Zeichenwerkzeuge und unterschiedliches Papier und lasst eure Ideen Realität werden. Experimentiert hier mit unterschiedlichen Werkzeugen, Papierarten und Stilen.

Die Vielfalt des Comic-Stils

In der Comicwelt existieren mindestens genau so viele Stilarten, wie in der Kunstwelt. Dabei unterschiedet man zwischen den Karikatur-Stilen, bei denen die Figuren komplett frei gestaltet werden können und den realitätsnahen Stilen. Bei den Karikatur-Stilen kommt es nicht auf die Proportionen oder genaue Schattierungen an, sondern eher auf einen individuellen Stil eines Künstlers. Diese Stilarten sind eher einfacher zu erlernen.

Und dann kommen noch die Comic-Stilarten, bei denen es eher auf eine realitätsnahe Abbildung der Körper und der Proportionen ankommt. Diese Stilarten sind natürlich schwerer zu erlernen oder zu entwickeln, da der Künstler sich sehr viel mit Körperstudien und Szenen-Entwicklungen befassen muss. Dadurch kann man dann aber eine sehr realitätsnahe Atmosphäre bei einem Comic-Bild erschaffen.  Hier kann natürlich trotzdem auch jeder durch die unterschiedlichen Stilarten einen ganz eigenen Akzent setzen.

Als Zeichenwerkzeuge kommen hier meist die Tusche oder Fineliner zum Einsatz. Und natürlich können die Comics auch entsprechend farbig gestaltet werden, egal ob durch das Ausmalen auf Papier (hier empfiehlt sich das Ausmalen einer Kopie) oder durch das eher gängigere Ausmalen am Computer.

Und die Vielfalt des Manga-Stils

Beim Manga-Stil sollte man etwas aufpassen, denn dieser verwendet im Gegensatz zu den Comic-Stilen nahezu immer eine Schwarzweiß-Kolorierung. Das bedingt sich oft aus der Tatsache, dass Manga-Bücher sehr viele Seiten haben und die Kolorierung dazu führen würde, dass ein Manga dann einfach zu viel kosten würde (Erstellung der Kolorierung und Druckkosten). Verwechselt es bitte auch nicht mit Anime, denn damit sind die Serien oder Filme gemeint.

Bei den Manga-Stilen verhält es sich ähnlich wie bei den Comic-Stilen, wobei sich hier die Mehrzahl auf die eher realistischeren Bereiche beschränkt. Wer jedoch Manga kennt, weiß auch, dass die Gesichter hier auf eine ganz besondere Art gezeichnet werden. Oft besitzen die Charaktere sehr große ausdrucksstarke Augen und haben einen etwas stärker betonten Körperbau. Auch hier kommen Zeichenwerkzeuge wie Tusche oder Fineliner zum Einsatz, jedoch erfolgt die Kolorierung in Schwarzweiß.

Keine dreckigen Finger mit digitalen Zeichnungen

Wie in Teil 3 vorgestellt, muss man schon etwas Geld in die Hand nehmen, wenn man digitale Bilder erstellen möchte. Zunächst wird hierzu meinst ein Tablet benötigt und dann noch dazu eine vernünftige Bildbearbeitungs-Software. Dann ist aber nahezu alles möglich. Die Bildbearbeitungs-Programme bieten meist eine hohe Anzahl an Pinseln, mit denen sich alle möglichen Effekte erzielen lassen. Dadurch könnt ihr also auch alle möglichen künstlerischen Stile komplett digital realisieren. Das wird natürlich aber eher selten gemacht, da Künstler sich lieber auf das Papier oder die Leinwand beschränken und lieber mit richtigen Farben arbeiten. Wie auch immer, die digitale Zeichnung ist als eine vollwertige Konkurrenz zum Papier oder Leinwand und den Farben zu sehen. Denn Kunst ist nicht auf die Werkzeuge einzuschränken, mit denen man diese kreiert.

Die Leinwand und das Farbenspiel

Nehmt euch statt einem Blatt Papier eine Leinwand (die natürlich entsprechend teuerer ist) und statt Aquarell- eher Acryl- oder Öl-Farben. Schon seid ihr in der Kategorie der meist hochgepriesenen und in den höheren Kreisen beliebteren Stilarten. Doch darauf kommt es wohl kaum an. Denn auch diese sollen einfach Spaß machen und euch in eurer Kreativität einen Schritt weiter bringen. Hier sind die Stilarten genauso vielseitig, wie bereits bei den farbigen Bildern auf Papier, jedoch sind diese verhältnismäßig schwerer umzusetzen. Denn hier sind die Maßstäbe oft einfach größer. Wenn Ihr auf Papier eher auf DIN A4 oder A3 arbeitet, erstellt ihr hier die Bilder eher in der Größe A3 aufwärts. Als Zeichenwerkzeuge dienen hier of die Pinsel.